Le vent nous portait 3

Der Wind hat die Tante fortgeblasen und uns auf die nächste Insel (Sao Vicente) geweht. Ich habe keine Lust auf öde Flugberichte.

Zuhause

Da, wo sich Hände halten, zärtliche Worte um Köpfe flattern. Wo Geschrei nah am Gesicht ist, wo sich kleine, klebrige Finger zielgenau in Nasenlöcher schieben.Da, wo mich Augen anlachen, wo ich halte und gehalten werde. Wo entdeckt und erforscht wird. Wo alter Kuchen unglaublich gut schmeckt. Wo das Vertrauen hinter jeder Bewegung lauert. Wo vieles vertraut aber nichts verbraucht ist.

Da, wo es nach Lavendel duftet und Scheisse stinkt. Wo ich auf Zehenspitzen stehen muss, um zu küssen, oder in die Knie gehe. Da, wo sich warme Körper aneinander schmiegen.

Zuhause ist da wo wir sind.

 rägeboge schön

Advertisements

5 Gedanken zu “Le vent nous portait 3

  1. Ach, Ihr Lieben!

    Der letzte Eintrag hat mich eben zum Weinen gebracht. Schöner und einfühlsamer könnte man das Zuhause- und- sich- geborgen-fühlen nicht beschreiben! Ich werde mir diese Zeilen immer wieder zu Gemüte führen!
    Habt vielen Dank!
    E grosse Muntsch
    Syle

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s