Le vent nous portait 4

Der letzte Eintrag liegt schon eine Weile zurueck – wir haben viel erlebt und vorallem auch viel gelebt. Es zieht mich momentan nicht so sehr ins Internet. Wir verbringen die Tage draussen, am Strand, im Sand oder auf dem Wasser. Begegnen Schildkroeten, Flugfischen, Kindern und Erwachsenen und uns selbst. Kaufen frischen Fisch am Steg, grillieren am Meer, mischen Sprachen, tauschen Gedanken und Geschichten.

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Am 27. Dezember hat uns der Wind in gewohnt kurzem Flug nach Sal getragen – unsere letzte Destination der diesjaehrigen Reise. Die Insel hat uns nicht herzlich empfangen, vielmehr wollte uns hier niemand so wirklich haben, kurz nach Weihnachten, ohne Reservation. Nach vier muehsamen Tagen, gepraegt von Wohnungssuche in einer  rothaeutigenTouristenmasse, groesstenteils zertruemmerter kapverdianischer Freundlichkeit  und der Wiederentdeckung der Boa Vistalos, fanden wir ein kleines Studio.

Santa Maria – auf den ersten Blick eine wenig attraktive, vom Tourismus entstellte Siedlung, die krampfhaft versucht gelangweilte Besucher mit jedem noch so debilen Konsumangebot bei Laune zu halten. Wer nicht fuer Wassersport hierher gekommen ist, hat ziemlich verloren und von Hochglanzmagazinen hintergangene Badegaeste lassen einen ihre Enttaeuschung spueren.  Die ersten Parallelstrassen zum Meer versuchen in noblem Glanz zu erstrahlen – was nicht so recht gelingen mag, wie ein schlechtes Buehnenbild wirkt, wo man ueberall das Rohmaterial sehen kann. Und der Wind wirbelt den Abfall durch die Strassen und die Plastiktueten bleiben an den Zierpflanzen und Werbeschilder haengen. Bis Parallelstrasse drei fliesst jede Menge Geld und Wasser – ab Parallelstrasse vier erkennen wir Kap Verden wieder, wenn auch deutlich reicher, mit den gaengigen Ruinen, Wasser aus Kanistern, Strassenverkauf und leerstehenden Haeusern.

Wir brauchten Zeit um mit Santa Maria warm zu werden und es braucht Zeit, hinter den Kulissen Schaetze zu finden in Form von Orten,Begebenheiten und Begegnungen.

Aber sie sind da.

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Ein Gedanke zu “Le vent nous portait 4

  1. Das tönt nach einem versöhnlichen Abschluss eures Abenteuers und das ist gut so. Nehmt nur die guten Erinnerungen mit um sich zu erinnern, wenn der Alltag mit seinen Mühen euch wieder im Griff hat. Kommt gut heim – alles Liebe, Muntsch

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