Puppenmitmacherei „Vorbereitungen“

Heute ist wieder virtuelles Treffen bei den Naturkindern und Mariengold.

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Ich bin ganz die Gans im Klee, da ich mich wegen der Materialbeschaffung umsonst gesorgt hatte. Ich rechnete fest damit, alle puppenspezifischen Materialen irgendwo online, und zu grossen Teilen auch im Ausland, bestellen zu müssen.

Doch das Puppenparadies, die Puppenmacherei, liegt nur 40 Autofahrtminuten von mir entfernt. Der kleine, feine Laden lädt zum schauen,staunen, verweilen und spielen ein. Sonja Pfister – Renggli, die Puppenmacherin, hat uns freundlich in ihrem Reich begrüsst. Das Kind durfte spielen, der Mann, zu Beginn wenig begeistert, hielt plötzlich mit glänzenden Augen mit männlicher Coolness diverse Puppen im Arm. Ich wurde wunderbar beraten und ausgestattet. Wir alle fühlten uns rundum wohl in diesen vier Wänden, umgeben von wunderschönen, liebevoll hergestellten Puppen und beinahe sichtbarem Herzblut in jedem kleinen Winkelchen.

Ich freue mich noch mehr auf „meine“ Puppe, habe aber auch ein mulmiges Gefühl und denke dabei an mein letztes Nähobjekt. Einen einfachen Elefanten, den ich nach stundenlangem Getüddel zwar fertig stellte, der aber unansehnlich blieb – für mich,mein Umfeld und mein Kind.

Die Puppenmacherin gab mir einen schönen Satz mit auf den Weg:            

 „ Schlussendlich spielt es keine Rolle, wie die Puppe aussieht. Das Kind wird sie lieben, so oder so, denn sie ist von der Mutter mit ganz viel Liebe hergestellt und hat eine Seele.“

Der Mann sieht das etwas anders: „Versuch einfach kein kleines Monster zu erschaffen.“

Ich seh das so: „Wenn alle Stricke reissen, weiss ich nun ja, wo ich eine Herzenspuppe erwerben kann“

Ich habe nun einen hellen Trikotstoff, in der Schweiz hergestellt, Wolle zum stopfen (von befreundeten Schafbesitzern der Puppenmacherin), Nähgarn in Trikotfarbton, Puppenhaarwolle „DollyMo Wool Brushable in orange, Schlauchgaze und eine lange Nadel.

puppenmaterial

Ich habe also alles zusammen, um starten zu können.Schnittmuster und Anleitung entnehme ich dem Buch „Fröhliche Puppen“ von Freya Jaffke.

Eigentlich wollte ich eine dunkelhäutige Puppe nähen, doch irgendwie hat das einfach doch nicht gepasst. Ausserdem habe ich mich augenblicklich in die orange Haarwolle verliebt.

Es soll auch nicht mehr ein Geburtstags-  sondern ein Weihnachtsgeschenk werden. Erstens habe ich so länger Zeit und zweites finde ich den Moment stimmiger, vielleicht auch mit dem Gedanken verbunden, dass es dann bis zur Geburt des Geschwisterkindes nicht mehr so lange dauert. 

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9 Gedanken zu “Puppenmitmacherei „Vorbereitungen“

    • Danke für die Ermutigung. (Ich hoffe aber, es ist nicht wie beim Kochen 😉 ). Die Puppenmitmacherei ist ein wahrer Segen für mich, so kann ich von euch Profis ein bisschen abgucken. Liebe Grüsse und viel Nähfreude ebenso!

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  1. Danke für den Bericht, ich habe ihn mit Begeisterung gelesen! Ich kenne die Puppenmacherin, denn bei ihr habe ich die erste Puppe für unseren Sohn gekauft, auf dem Mittelaltermarkt in Winterthur vor etwa einem Jahr. Ich habe sie im Internet entdeckt und konnte es kaum erwarten, ihren Stand zu besuchen! Wie gerne würde ich einmal in ihrem Geschäft vorbeischauen. Danke für den Vorgeschmack und viel Freude beim Nähen!

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    • Wie schön, die Puppe wird sicher sehr geliebt…Ich hoffe, ihr findet bald einmal den Weg in die Puppenmacherei (und wenn ihr dann dort seid, lohnt sich auch ein Besuch im Naturpark). Herzliche Grüsse

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  2. Recht hat sie, die Puppermacherin! Ich habe das schon bei diveres Bastel- und Bauaktionen bei uns gesehen. Ich war nie zufrieden. Ich fand immer was zum Aussetzen. Den Kindern ist das egal, sie lieben es, was ich gebaut und geschaffen habe.
    Du machst sie selbst, du machst sie mit Liebe. Das ist die Hauptsache. Und wie sagt meine Jüngste: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

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  3. Das ist ja toll, dass Du diese Puppenmacherei gefunden hast! Erinnere mich gerne nächstes Mal an den Tipp für die Materialsuche 🙂 Ich bin sehr gespannt, wie es Dir weiter ergeht und wünsche Dir viel Mut. Ich bin überzeugt, dass Dir das Projekt gelingt. Und vor allem Freude macht! Bis bald, ja, kommende Woche schon, liebe Grüße,

    Caro

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