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Woche eins im Rückblick

Die erste richtige Begegnung in Italien hatten wir auf dem Weg zum Bus nach Portofino. Eine alte Frau mit Hund kam uns entgegen. Ana hielt mit ihrem Zweirad neben mir und raunte mir aufgeregt zu: „Mama, schau mal diese uralte Frau (sie ist sehr fasziniert von älteren Menschen, uralt zählt zu ihren Lieblingsbegriffen), ob die jetzt italienisch spricht?“ Kaum gesagt, sauste sie schon auf die beiden zu, bremste kurz vor knapp und schrie grinsend „Buongiorno – weisst Du, Du alte Frau, dieses Wort habe ich in meinem Kopf.“

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Résumé Reise 2014/15

Ich wollte ja möglichst schnell résümieren, möglichst frisch, zwischenfallslos und so. Jetzt scheint mir alles schon ein bisschen vertrocknet, ein bisschen lange her, ein bisschen weit weg. Ich habe mir die Résumerei ganz fest vorgenommen, obwohl ich ja weiss, dass Vorsätze grundsätzlich ein Problem mit mir haben und alles dafür tun, dass ich sie nicht Umsetzte. Vorsätze sind hinterlistige Schweine. Dieses Mal war da die Magendarmgrippe, kurz nach Ankunft. Kind, Mann und ich eine unschöne Sache, mehrlagig Erbrochenes, man stelle sich das vor (kann man sich das vorstellen?), sowas geht auch nur mit Kind und Mann, mitternächtliche Putzorgien und verspritze Wände. Kaum erholt von diesen Strapazen warf uns eine Erkältung zurück ins Bett. Wir haben also unsere ersten zwei Wochen in der Schweiz vorwiegend liegend, hängend und leidend verbracht.
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